Dienstag, 23. Juli 2019

Wie Show me the Stars entstanden ist [Blogtour + Gewinnspiel]

Gesponserte Kooperation mit dem Rowohlt Verlag/Kyss


Kira Mohn gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren, aber eigentlich ist Show me the Stars ihr Debüt und was hat eine nicht ganz so anschmiegsame Protagonistin Namens Harper eigentlich mit der Entstehung von Show me the Stars zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel , aber lest selbst.


Wie ihr vielleicht schon wisst ist Kira Mohn das Pseudonym von Kira Minttu.
Harper wiederum ist die Protagonistin ihres zu letzt veröffentlichen Buches. Das Buch, dass bei den Verlagen, auch bei Rowohlt , nicht so gut ankam, nicht weil die Geschichte nicht gut ist , sondern weil Harper eigensinnig, sarkastisch und teilweise nicht der netteste Mensch ist ( Ich liebe sie übrigens trotzdem) So richtig passte sie in kein Verlagsprogramm . Aber Anne, die Lektorin bei Kyss  die ihr weiter unten noch etwas besser kennen lernen werdet, hat Kira vorgeschlagen an einem anderen Projekt mit ihr zusammen zu arbeiten. Glück im Unglück so zu sagen.

Es wurde grob eine Idee diskutiert, ein Expose geschrieben und eine Leseprobe verfasst. Und so wurde aus Kira Minttu , Kira Mohn Kyss Autorin und ich glaube sie hätte keinen besseren Verlag und keine bessere Lektorin für ihr Buch finden können. Auf dem Kyss Sommerfest durfte ich die beiden zusammen erleben und ich kann euch sagen, die Chemie und das Zusammenspiel zwischen den beiden stimmt. Hier im Norden würden wie ganz einfach sagen: Wie Arsch auf Eimer.

Übrigens war die Coverentstehung fast so abenteuerlich wie Kiras weg zu Kyss. Auf dem Sommerfest durften wir nämlich die Coverentwürfe sehen und haben einiges aus dem Nähkästen erfahren, was ziemlich belustigend war, denn glaubt mir wenn ich sage, einfach hatten sie es nicht , aber das Cover passt jetzt perfekt zum Buch. Gut Ding will eben Weile haben, auch wenn man manchmal nicht mehr ganz so viel Zeit hat.

Um euch einen noch besseren Eindruck zu geben , habe ich Kira und Anne ein paar Fragen gestellt.

Fragen an die Autorin:

(Da wir beide Kira heißen und das zur Verwirrung führen könnte und ich nicht den Eindruck erwecken will Selbstgespräche zu führen kennzeichne ich die Fragen mit Hermine. Kira verwendet übrigens gerne Smileys und da ich das so sympatisch finde, habe ich die direkt mit eingefügt)

Hermine: Wann hast du Angefangen an dem Buch zu schreiben?

Kira: Etwa im Januar 2018.

Hermine: Wie lange hat es gedauert bis du es der Agentur gezeigt hast?

Als meine Agentin das erste Mal einen Blick auf das erste Leuchtturm-Exposé warf, war das mit Rowohlt/Kyss schon geklärt. Tatsächlich bin ich über »Tanz, meine Seele« in Kontakt mit meiner jetzigen Lektorin – Anne – gekommen. Harper konnte sie leider nicht ganz überzeugen, aber sie mochte den Schreibstil. Und so …

Hermine: Wie lange hat es gedauert bis die Agentur Kyss überzeugt hat?

Kira: Das musste sie dann entsprechend gar nicht tun.

Hermine :Was waren deine ersten Gedanken, als du die Zusage von Kyss hattest?

Kira: Es war … wie Fliegen und Fallen gleichzeitig.Ich bin froh, dass niemand mit geschrieben hat, was ich Anne im ersten Glückstaumel alles erzählt habe.
Gehört ganz eindeutig zu den erhebendsten Momenten meines Lebens.


Hermine: Was hast du gefühlt , als Show me the Stars das erste mal aus dem Lektorat zurück kam und die die Anmerkungen gesehen hast?
Kira: Ich war so:
Anne ist eine Lektorin, die einfach ALLES hinterfragt. Alles. Ich übertreibe nicht.
Ich sah entsprechend schockgefrostet auf mein Manuskript wie früher in der Schule auf meine Lateinarbeiten: Alles rot.
Zu sagen, wir hätten gemeinsam intensiv an der Geschichte gearbeitet, träfe es wohl auf den Kopf – und auf jeden Fall ist sie dadurch gewachsen und zu einer sehr viel intensiveren Geschichte geworden.

(Mittlerweile bilde ich mir ein, ich sei gewappnet, was Annes erste Lektoratsdurchgänge betrifft, aber das stimmt nicht. )


Fragen an die Lektorin 

(hier bleib ich einfach mal bei Hermine, wegen Verwirrungsgefahr und so)


Hermine: Was waren deine ersten Gedanken zu „Show me the Stars“?

Anne: Das müsste etwas in Richtung „Oh, wie schön“ gewesen sein. Kira und ich hatten
schon vorab grob über ein Leuchtturm-Setting gesprochen, und als sie mir dann das
Exposé zu dem damals noch namenlosen Buch schickte, war ich sofort begeistert
von ihrer originellen Idee. Mein zweiter Gedanke war dann vermutlich: „Ich will auch
Housesitter auf einem Leuchtturm sein!“

Hermine: Wie war die Zusammenarbeit mit Kira?

Anne: Es ist wirklich toll, mit Kira zusammenzuarbeiten. Wir sind uns in vielerlei Hinsicht
ähnlich, sowohl was den Perfektionismus betrifft als auch einen gewissen Hang zur
Paranoia. Wir können also problemlos eine kleine Ewigkeit an einem Satz
herumfeilen, ohne die andere in den Wahnsinn zu treiben, und dann hinterher
gemeinsam Panik schieben, ob er jetzt wirklich genauso ist, wie er sein muss, damit
alle Leserinnen ihn lieben. Die Zusammenarbeit hat sich für mich ein bisschen
angefühlt wie Topf trifft auf Deckel. Es passte einfach. Na ja, wenn man von der
Sache mit dem Loben absieht. Ich bin nicht sonderlich gut darin. Im Sinne von: Ich
lobe selten. Sehr selten. Was nach einem zweiseitigen Brief mit konstruktiver Kritik
an der ersten Fassung des Manuskripts möglicherweise zu dem Missverständnis
führen könnte, dass ich den Text hasse, obwohl ich ihn wirklich liebe. Aber auch
darüber haben wir geredet, und inzwischen glaubt Kira mir, dass ich „Show me the
Stars“ unglaublich großartig finde. Sie ist mir während der gemeinsamen Arbeit
wirklich sehr ans Herz gewachsen, und ich freue mich auf weitere Projekte mit ihr.

Hermine: Gab es eine Szene, die du im Original besonders schön fandest? 

Anne: Äh, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Frage verstehe. Meinst du mit Original
das Roh-Manuskript? Alle Szenen, die mir darin gefielen, finden sich auch im fertigen
Buch, die haben wir ja nicht gestrichen. Eine meiner Lieblingsszenen ist zum Beispiel
die, in der Liv sich betrunken für den Job auf dem Leuchtturm bewirbt. Egal wie oft
ich sie lese, ich muss jedes Mal wieder grinsen. Allerdings gab es im Exposé noch
eine Szene, in der Liv ein Lämmchen entbinden musste, mit Kjer als Hebamme am
Telefon, und ich bin etwas traurig, dass die es nicht ins fertige Buch geschafft hat.

Hermine Wie schwer ist es, eine Geschichte teilweise zu verändern und ihr trotzdem nicht
seinen eigenen Stempel aufzudrängen? 

 Anne: Puh, die Frage ist gar nicht so einfach, und vielleicht könnte Kira sie besser
beantworten als ich. Grundsätzlich versuche ich, mich auf den Ton und die Sprache
jedes Buches einzustellen, sodass die Veränderungen, die ich während der
Redaktion vornehme, organisch wirken. Und vor allem stelle ich klar, dass alle
Änderungen nur Vorschläge sind, die die Autorinnen und Autoren entweder
annehmen oder ablehnen können. Bei stilistischen Fragen haben immer sie den Hut
auf, schließlich steht ihr Name vorne auf den Büchern, nicht meiner. Bei inhaltlichen
Änderungen diskutieren wir dann ggf. noch mal, aber bisher hat sich immer eine
Lösung gefunden, mit der beide Seiten zufrieden waren.

Hermine: Was magst du besonders an deinem Beruf?

Anne: Die Bücher! Ich bin aus Liebe zu Geschichten Lektorin geworden, auch wenn sich
mein Verhältnis zu Büchern seit dem Berufseinstig recht nachhaltig geändert hat:
Zum Beispiel kann ich nicht mehr zur Unterhaltung auf Deutsch lesen, weil meine
innere Lektorin die ganze Zeit rumnörgelt, und in Buchhandlungen stöbere ich nicht
mehr, ich stelle heimlich Bücher um, damit meine besser zur Geltung kommen.
Trotzdem hüpfe ich immer noch vor Begeisterung durchs Büro, wenn die ersten
Belegexemplare kommen. Und wenn ich von einem meiner kommenden Projekte
erzähle, habe ich unweigerlich ein Grinsen auf dem Mund und ein Leuchten in den
Augen. Genau wie als Studentin, wenn ich meine Freunde überzeugen wollte, mein
neuestes Lieblingsbuch auch zu lesen.
Außerdem wird es in meinem Job nie langweilig, weil es mit jedem Buch an andere
Orte und in andere Zeiten geht. In der einen Woche recherchiert man noch, wie
Syphilis im achtzehnten Jahrhundert genannt wurde, und in der nächsten googelt
man, welche Orte an der irischen Westküste groß genug sind, dass sie einen
Schuhladen haben könnten. Es ist immer abwechslungsreich, und das ist einfach toll!


Ich hab übrigens gegoogelt, Syphilis wurde auch die Lustseuche genannt, nur falls es einen interessiert. 


Natürlich könnt ihr heute auch bei mir ein Los sammeln in dem ihr die Tagesfrage beantwortet.
Zu Gewinnen gibt es eine Show me the Stars Box, die freundlicherweise vom Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt wird. *

Würdet ihr euch auf eine Haussitting Annonce bewerben?

*Teilnahmebedingungen

Du bist 18 Jahre alt oder hast die Teilnahmeerlaubnis deiner Erziehungs-/Sorgeberechtigten.
Du erklärst dich damit einverstanden, das dein Name im Gewinnfall öffentlich auf unseren Blogs/Social Media Seiten genannt wird und wir deine Adresse zum Zwecke des Gewinnversands an den Rowohlt übermitteln dürfen
Das Gewinnspiel geht bis zum 25.7.2019.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, eine Haftung für den Postversand wird nicht übernommen und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Tourplan
Ivonnes Bücherregal | Interview mit Kira Mohn

Kerstins Bücherstube | Auf nach Irland
Just some bookstories | Vorstellung von Liv und Kjer
Dreaming till midnight | Über das Scheitern und Weitermachen
Manjas Buchregal | Sehnsuchtsort Leuchtturm
Süchtig nach Büchern | Show me the stars - kulinarisch
Bookalicious | Wie ich mir mein Leben auf einer einsamen Insel vorstelle
Nessis Bücher | 10 Gründe, warum du Show me the Stars lesen musst
Hier | Wie Show me the stars entstanden ist
Lesekatze | Wie geht es nach Show me the stars weiter?

Kommentare:

  1. Hmm schwere Frage, aber ich denke schon, dass ich es einmal ausprobieren würde. Leider könnte ich aber dann nicht versprechen, nicht ein wenig zu schnüffeln.

    Danke für den tollen Beitrag

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  2. Morgen,

    Danke für den Einblick.

    Ich würde mich bewerben. Mich vorher aber möglichst gut informieren.

    Liebe Grüße Tanjasbuchgarten

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  3. Hallo und guten Tag,

    schwierige Frage...Würdet ihr euch auf eine Haussitting Annonce bewerben?...

    Welche Aufgaben kommen da auf mich zu? ...Postkarten leeren, Pflanzen grießen , ich glaube das wäre machtbar....LG..Karin..

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  4. Huhu, tolles Interview! Besonders die Antworten der Lektorin waren sehr interessant, da ich gern den gleichen Weg einschlagen möchte zukünftig. :)
    Zur Frage: Ich habe vorher ehrlich gesagt noch gar nicht davon gehört! Kommt natürlich auf die Situation an. Vielleicht würde ich mich bewerben, wenn ich mich in einer ausweglosen Situation befinde und dringend Geld benötige aber ansonsten bezweifele ich, dass ich den Mumm dazu hätte. Ich bin Fremden gegenüber nicht so aufgeschlossen .. aber trotzdem eine lustige Idee. ;)

    Liebe Grüße, Anne
    https://coupleofchapters.blogspot.com/

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  5. Hallo Kira,
    Das Interview ist wirklich klasse geworden. Mich macht die Blogtour einfach noch neugieriger auf die Geschichte.

    Um zu deiner Frage zu kommen: Ich bin grundsätzlich kein Mensch, der auf Anhieb nein sagt. Und wenn mich die Annonce neugierig macht, wieso nicht? Neue Erfahrungen sammeln, kleine Abenteuer erleben.. :)

    Liebe Grüße

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  6. Huhu Kira :)

    Ein tolles Interview! Ich finde es spannend, dass nicht nur die Autorin zu Wort kommt, sondern auch die Lektorin. Ich finde, dass besonders die Lektoren, ebenso wie die Übersetzer viel zu selten zu Wort kommen!

    Ich glaube im ersten Moment würde ich mich begeistert auf die Houssitting Annonce bewerben, aber generell bin ich was Abenteuer angeht doch eher feige :D

    Liebe Grüße
    Chianti

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  7. Marie-isabel Bradac23. Juli 2019 um 15:47

    Ein tolles Interview! Danke dafür ��

    Neee da würde ich mich nicht bewerben. Ich bin doch von Haus aus schon neugierig und in einem anderen Haus gäbe es soviel zu erkunden :-) Außerdem würden sich meine Lieben daheim nicht freuen, wenn ich dann mal verschwinde :-)

    Ganz liebe Grüße
    Marie-Isabel

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  8. Hallo Kira,

    vielen Dank für die tollen Interviews ☺

    Sagen wir mal so, wenn es ein englisches Herrenhaus ist, dann würde ich mich definitiv bewerben 😅

    Liebe Grüße
    Anna

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  9. Würde ich tatsächlich tun. Einfach nur, weil ich viel zu neugierig bin.

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