Sonntag, 30. Dezember 2018

Fragen über Fragen [Aktion zu Das kleine Buch der großen Fragen]


Im Dezember kam überraschend "Das kleine Buch der großen Fragen" von Gisela Schmalz aus dem Goldmann Verlag an, beim durchblättern und lesen der Fragen kam mir die Idee das Buch für eine Aktion zu nutzen und zwar gemeinsam mit anderen Bloggern. Durch Fragen lernt man nicht nur andere besser kennen, sondern auch sich selbst.

Ein Großes Dankeschön geht schon mal an Anna von Fuchsias Weltenecho , Mary von Zombody's thoughts , Tina von Mein Buch - Meine Welt und Leonie von Leonie_le_books für eure ehrlichen und offenen Antworten. Natürlich werde auch ich ,am Ende des Beitrages, 3 Fragen beantworten. Kommen wir aber erstmal zum Buch.


Wir leben in einer Welt, die immer schneller und komplexer wird. Pausenlos werden Antworten über uns ausgeschüttet, nach denen wir oft gar nicht gefragt haben. Die Kunst des Fragens und Zuhörens scheint an Bedeutung zu verlieren – dabei sind es gerade die Fragen, die Brücken zwischen Menschen schlagen. Fragen lassen eine Offenheit und Vertrautheit zu, die eine Antwort nie erlauben würde. Was ist dein dunkelstes Geheimnis? Was ist dein hellstes Geheimnis? Wann bist du zu dir selbst ehrlich und wann nicht? Mit wem würdest du gerne eine Nacht verbringen, dann aber goodbye sagen? Gisela Schmalz hat 2.000 inspirierende Fragen gesammelt: über uns selbst, über unsere Beziehungen zu anderen und über uns in der Welt. Wie geht es dir heute wirklich? Für weniger Smalltalk und mehr aufrichtige Gespräche in unserem Leben!
Quelle: Random House


Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert

- Dem Prolog, wo es allgemein um die Kunst des Fragen und Zuhören geht, aber auch um die Macht der Fragen , eine kleine Frage , bestehend aus nur 3 Wörtern , kann vieles in einem auslösen und lostreten. Habt ihr euch mal wirklich gefragt : Wer bin ich?

- Dem Fragenbogen, der in 3 Hauptkapitel strukturiert ist, die noch mal Unterkapitel haben.
Du sein , Du und die Welt und Du und die anderen und ca. 2000 Fragen enthält

- Dem Epilog, der ein paar Fragen über die Fragen beinhaltet, quasi die Abschlussfragen.

Ihr seht , es sind wirklich Fragen über Fragen.

Tina, Leonie,Mary und Anna durften sich aus je einem der Hauptkapitel ein Unterkapitel auswählen und aus dem hab ich denn eine Frage ausgesucht. Ich werde hier nicht alle Unterkapitel aufzählen aber natürlich zuschreiben aus welchem Kapitel , welche Frage ist.


Tina hat sich für Du Du Du , Lachen und Mensch und Tier entschieden.

Du begegnest dir zum ersten Mal. Wie ist dein Eindruck?

Ich denke ich würde mich als sehr positiven Menschen wahrnehmen, der offen auf andere zugeht und sehr gerne redet.

Welches Tabu hast du schon mal in einen Witz gepackt?


So ziemlich alle. Schwarzer Humor ist bisschen mein zweiter Vorname. Für mich gehört es bisschen dazu und ich kenne keinen Menschen der nicht schon mal einen unangebrachten Witz erzählt hat. Ich denke so lange man versteht, dass es ein Witz ist, sollte es auch kein Problem geben. Ich als Blondine bin ja auch nicht über jeden Blondinenwitz beleidigt. Homosexuelle, anders Hautfarbige, Behinderte (sorry dass ich das jetzt sage, aber ich liebe Witze über Blinde) und jetzt haltet euch fest, falls ihr keinen schwarzen Humor habt und hasst mich nicht… auch den einen oder anderen Witz über Pädophile ist aus mir aus geschossen.

Zum Schluss einen meiner liebsten Witze:

Stößt ein Mann mit einem Blinden zusammen und sagt: „Entschuldigung ich hab Sie nicht gesehen.“ Daraufhin der Blinde: „Macht nichts ich Sie auch nicht.“

Welchem Tier fühlst du dich am ähnlichsten? Warum?

Ich finde die Frage echt schwer. Ich würde gern Hund sagen, aber glaube das passt nicht ganz.

Ein Koala könnte passen. Ich esse viel und gern, noch lieber schlafe ich. Ich bin irgendwie schnell und leicht gestresst und bekomme dann Magenprobleme. Ist übrigens echt so, dass Koalas bei Stress sofort krank werden und oft sterben. Deswegen sind die Lebensräume dieser niedlichen Bärchen besonders schützenswert. Sie pflanzen sich bei Stress auch nicht fort, wie ich dazu stehe? Das verrate ich nicht!

Leonie hat sich für Berufung/Beruf , Lachen und Zweisamkeit entschieden

Welchen Beruf würdest du niemals ausüben? Und Warum?

Eindeutig Mathematiker. Ich bin so schlecht in Mathe und Worte liegen mir vielmehr als Zahlen. Worte können eine ganze Welt eröffnen während Zahlen immer gleich bleiben und keine Geschichte erzählen können.

Wie könnte lachen bei Tragik helfen?

Vielleicht kann Lachen die Bedeutung der Tragik etwas nehmen. Sie leichter und erträglicher machen. Vielleicht bringt das Lachen eine neue Sicht auf die Dinge. Eine Sicht mit der man umgehen kann. Lachen ruft wahrscheinlich auch etwas Glück hervor und wirkt entgegen der schwere.


Auf welche Weise lernt man einen anderen Menschen besonders gut kennen?

Ich glaube man lernt einen anderen Menschen besonders gut kennen, indem man sich Zeit für ihn nimmt. Seine Eigenheiten und Hobbies kennen lernt, Familie und Freunde. Bestimmte Dinge zeigen sich erst in gewissen Momenten oder nach einigen gemeinsamen Wochen. In Hast und Eile gehen viele Dinge unter. Bindungen wachsen mit der Zeit und man kann einen Menschen so viel besser in all seinen Facetten sehen und diese erfahren.

Mary hat sich für Heimat, Angst oder Risiko und Kontakt entschieden.

Wie erfreut und wie belastet deine Heimat dich?

Mich erfreut meine "Kindheitsheimat" mit vielen kleinen Erinnerungen, die geweckt werden, sobald ich mal zu Besuch bin & die mir dann diese Leichtigkeit aus Kindertagen wiedergibt. Wenn auch nur kurz. Deshalb belastet mich der Abschied jedes Mal auf's Neue.

Bist du schon mal splitternackt durch die Natur gelaufen? Warum (nicht) ?

Oh Gott, nein! Ich habe schnell feststellen müssen, dass die Natur & ich uns lieber ganz vorsichtig lieb haben, weil ich sonst mit heftigem Blessuren rechnen muss. Und mittlerweile ist mir mein Körper auch angezogen lieber.

Was sagt am meisten über einen unbekannten Menschen aus?

Wie er mit fremden "Problemen" umgeht. Ob derjenige zB jemanden behilflich ist, wenn ihm etwas runtergefallen ist oä. Hilft er jemand Fremdes bei einem offensichtlichen Problem, sagt es schon viel über seinen Charakter aus. - Ausnahmen gibt es natürlich immer. - Und auch ein, in meinen Augen, starker Mensch kann mal einen schlechten Tag haben & man erkennt ihn somit nicht sofort.


Anna hat sich für (Deine) Schönheit , Angst oder Risiko und Kontakt entschieden.

Was an anderen veranlasst dich dazu Komplimente zu machen?

Kommt tatsächlich ganz auf die Situation an. Wenn ich jemanden sympathisch finde oder mir generell etwas auffällt was ich toll finde, erwähne ich es einfach. Ich glaube jeder freut sich über Komplimente. Wobei ich die Gradwanderung zwischen Kompliment und flirten echt schwammig finde. Nicht alles kommt beim Empfänger so an wie es gemeint ist und manchmal wird aus einem normalen Kompliment dann auch etwas ganz anderes gemacht. Dementsprechend versuche ich da, mir ein grobes Bild von demjenigen zu machen. Aber wir wissen ja wie schwer das ist

Gegenüber dem eigenen Geschlecht bin ich da irgendwie lockerer. Komisch und auch irgendwie traurig. Dabei versuche ich derzeit genau darauf zu achten.

Warum ist Angst für den Menschen wichtig ?

Ich weiß gar nicht, ob Angst wichtig ist. Es ist ein angeborener Instinkt, Gefahr zu erkennen und auf den Ernstfall bereit zu sein. Ich glaube, Angst hilft manchmal auch dabei, einem klaren Kopf zu bekommen. Wobei ich ehrlich bin, dass Angst mich eher lähmt, als das es hilft. Also... keine Ahnung, ob Angst wirklich wichtig im Alltag etc ist. Für die damaligen und heutigen gefährlichen Aktionen denke ich allerdings schon, dass Angst hilfreich sein kann, einen vor einer Dummheit zu bewahren  in der heutigen Zeit würde ich fast sagen: dass sich unsere Angst verändert hat. Es geht nicht mehr bloß ums Überleben, sondern man kann auch Angst vor dem Verlassen werden haben. Vor dem allein sein, davor, dass geliebte Menschen sterben, vor dem Tod selber. Ich glaube Angst ist irgendwo natürlich und dementsprechend auch wichtig, dass man sich mit solchen Themen vielleicht auch ein Mal genauer beschäftigt...

Wofür respektierst du dich selbst

Schwierige Frage. Ich denke, alles beginnt mit der Akzeptanz, was auch irgendwie Respekt ist. Ich möchte hier keine konkreten Punkte nennen, denn ich denke jeder definiert sich selber zu akzeptieren anders. Ich respektiere mich so wie ich bin. Ich kenne meine Stärken und Schwächen. Meine möglichen Verbesserungsmöglichkeiten und weiß aber auch, dass es gewisse Dinge gibt, die sich wohl nie ändern werden, ich glaube, wenn man mit sich im Reinen ist sind Angriffe auf persönlicher Ebene einfacher zu managen. Auch wenn man sich immer irgendwo angegriffen fühlt.

Wer Fragen stellt muss auch Fragen beantworten , also habe ich blind auf Themen getippt und dabei kam raus Wohnen und Betten, Gewissen und Glauben und Streitkultur.

Beschreibe dein Schlafzimmer. Welche Bedeutung hat es für dich?

Ich glaube das passende Wort ist Chaotisch, es liegt wirklich immer was rum oder wird erstmal abgestellt. Selbst nach dem aufräumen wirkt es nie wirklich geordnet, die Möbel sind einfache weiße Holzmöbel, eine Wand ist blau , der Rest einfach weiß, ich würde nicht sagen, dass es mega gemütlich ist aber auch nicht ungemütlich. Es ist der Raum, wo ich mich am wenigstens aufhalte und dem ich auch am wenigsten Bedeutung zuschreibe. Für mich ist es wirklich einfach nur ein Ort zum schlafen, leben und wohnen tue ich eher in den anderen Räumen.

Wie passt "Du sollst nicht töten" zur Abtreibung?

Abtreibung ist immer ein Streitthema, es gibt die Befürworter und die Gegner.Ich bin gegen Mord, aber für Abtreibung, auch wenn das eigentlich nicht zusammenpasst. Jede Frau hat das Recht selbst über ihren Körper zu bestimmen und ich glaube eine Abtreibung ist nie leicht, aber manchmal einfach die einzige Lösung, für Mutter und Kind. Man sollte niemals über eine Abtreibung urteilen, wenn man nicht selbst in der Situation steckt.

Wie verläuft ein idealer Streit?

Ich muss dazu sagen, ich streite oft und gerne mit meinem Mann, eigentlich streiten wir uns bestimmt zwei bis dreimal die Woche, aber nie schlimm , na gut manchmal auch schlimmer, aber es ist ein Ventil und bevor sich zu viel aufstaut, kann so einiges viel schneller bereinigt werden. Ideal wäre natürlich, wenn man sachlich diskutiert und eine Lösung findet. Aber Streit selbst ist nie ideal, es ist emotional, aufwühlend und hitzig. Wichtig ist einfach , dass man sich wieder verträgt und am Ende wenigstens den Bruchteil einer Lösung hat, oder den Weg zu einer Lösung.Ach Hauptsache man hat sich wieder lieb.

Bei uns läuft es im Normalfall so ab:
Wir werfen uns gegenseitig Dinge an den Kopf, werden auch mal lauter , manchmal verlässt einer den Raum und wir beiden denken nach , irgendeiner kommt angekrochen und wir lachen über uns selbst und die Dämlichkeit unseres Streites, denn ganz ehrlich, meist sind es unbedeutende Kleinigkeiten , oder Dinge für die der andere eigentlich gar nichts kann, aber einfach als "Boxsack" herhalten muss. Natürlich ist das nicht Fair , aber danach fühlt man sich besser, und dann kann man sachlich über alles reden, falls es noch was zu bereden gibt.


Tatsächlich könnte ich nicht jede Frage beantworten, weil ich einfach nicht zu allem etwas zu sagen habe, aber viele Fragen stoßen dazu an einfach mal in sich zu gehen und sich selbst zu fragen, vielleicht anders zu denken oder sich generell einfach mal über das Thema Gedanken zu machen.
Durch das Buch wurde mir aber auch irgendwie bewusst, wie oft wir die selben Fragen stellen und wie Oberflächlich viele Gespräche einfach sind, ich kann natürlich jetzt nur von mir sprechen. Mein Vorsatz fürs neue Jahr? Mehr Fragen zu stellen, mehr zuzuhören, mehr in die Tiefe zu gehen.

Habt ihr eine Frage, die ihr schon immer mal stellen wolltet? 

1 Kommentar:

  1. Asch ein wirklich toller Artikel.
    Ich habe die Fragen fast wieder vergessen �� aber schön zu lesen, was für Fragen die anderen Mädels so hatten. Wirklich interessant!

    Liebe Grüße,
    Anna

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