Montag, 29. Mai 2017

{Rezension} Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Titel: Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
Autor: Kristina Günak
Verlag: Lyx
Erschienen: 24.4.2017
Ebook: 8,99 €
Taschenbuch: 10,00 €
Seitenzahl Print: 268 Seiten

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Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben - und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim - und sich - abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält -

Manchmal braucht man einfach Bücher fürs Herz, die leicht sind, aber trotzdem über einen gewissen Tiefgang verfügen. Genau so ein Buch ist Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt.

Ich habe das Buch Morgens nichts ahnend angefangen und war sofort einfach gefesselt, dass ich es noch am selbem Tag beendet habe. Es hat mich mitgerissen, obwohl es eigentlich sehr ruhig ist, kein übermäßiges Drama, kein Gefühlschaos, einfach nur schön.
Kristina Günak hat einen sehr leichten Schreibstil, der trotzdem tiefgehend ist, mit Witz, Charme und einer Menge Gefühl lässt sie uns Bea und Tim auf ihrer Lesereise begleiten, einer Reise auf der sich die Charaktere emotional immer weiter entblättern und entwickeln. Sie tragen beide ihre Päckchen und sind keine Menschen die sich unbedingt schnell anderen gegenüber wirklich öffnen.

Bea ist mir auch direkt ans Herz gewachsen, sie ist liebevoll, herzlich, ein Familienmensch und weiß was zu tun ist, sie hat einen Plan und ist organisiert und das muss sie auch sein, warum erfahrt ihr wenn ihr die Geschichte lest. Tim dagegen ist verschlossen, griesgrämig, laut und unnahbar, auf den ersten Blick, aber auch er macht eine großartige Entwicklung durch. Die beiden zusammen haben so viel was sie erst auf den zweiten Blick verbindet und wachsen einfach aneinander, sie ergänzen sich.
Auch Beas Familie ist etwas ganz besonders und spielen in der Geschichte und in Beas leben eine große Rolle.
Für mich ein Highlight, weil es mich einfach abgeholt hat, mich unterhalten und erst auf der letzen Seite wieder losgelassen. Es war leicht, humorvoll mit einer Lovestory die sich nicht überschlägt sondern sich ganz leise anschleicht und einer vielleicht für einigen versteckten Botschaft: man muss nicht immer alles alleine schaffen, manchmal ist es okay einfach mal was abzugeben, Nein zu sagen, an sich selbst zu denken. Klare Leseempfehlung.

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