Freitag, 26. Mai 2017

{Rezension} Mädchen aus Papier

Titel: Mädchen aus Papier
Autor: Sina Flammang
Verlag: CBT 
Erschienen: 20.3.2017
Ebook 13,99 €
Hardcover 16,99 €
Seitenzahl Print: 352 Seiten
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Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.
Am Anfang war ich wie gebannt von Maris Geschichte und vor allem Sina Flammangs Art zu schreiben. Besonders die kurzen Absätze unter den Kapitelüberschriften haben mich immer wieder berührt, so traurig aber so nachvollziehbar, irgendwo einfach wahr. Aber um so mehr Seiten umgebklättert waren, um so mehr lies die Spannung auch ein bisschen nach.

Die Kapitel gleichen mehr Momentaufnahmen aus Maris Leben, kurze Abschnitte und man springt von einem zum anderen, mal mehr Zeit, mal weniger Zeit vergeht zwischen ihnen. Erst ist sie die Kopie und plötzlich wird sie kopiert , denn Annika ist wieder da. Ein nicht leichter Prozess, denn sie ist eine Fremde. Wie die Familie damit umgeht ist auf eine Art und Weise spannend, auf der anderen Seite, wiederholte sich einiges aber auf andere Weise. Gleicher Grund aber anderer Rahmen. Und das was der Klappentext versprach, den Roadtripp, der kam in meinen Augen einfach zu kurz, ich habe immer auf diesen gewissen Knall gewartet aber der kam einfach nicht .
Vielleicht bin Ich einfach mit falschen Erwartungen an das Buch rangegangen, das hat mir ein bisschen Lesevergnügen genommen. Es las sich mit Ernsthaftigkeit doch recht leicht weg, es war auf jeden Fall berührend aber nicht bewegend. mir fehlte einfach was, die Thematik dabei war aber wirklich spannend und auch gut rübergebracht.
Mari war mir nicht immer sympatisch, aber irgendwie konnte ich sie auch verstehen. Sie ist kein einfacher Charakter. Und da das Buch nur aus ihrer Sicht geschrieben ist und das auch noch im Präsens, gleicht es dadurch auch ein bisschen einem Tagebuch.
Trotz Schwächen ist es ein sehr spannender Jugendroman über ein junges Mädchen , Freundschaft, Liebe, und Familie, mit ernsten Themen und leicht melodischen Schreibstil, der nah geht, aber nach einem starken Anfang immer mehr nachlässt.

1 Kommentar:

  1. Ich mochte das Buch sehr, habe im Vorfeld aber sehr viele negative Rezensionen gelesen und habe mir schon gedacht, was mich ebenfalls stören könnte, dadurch war meine Erwartung natürlich sehr gering. Aber ich habe es wirklich sehr gerne gelesen und fand es ganz schön :)

    Liebst, Lara.

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