Samstag, 4. März 2017

{Rezension} Nächstes Jahr am selben Tag


Titel: Nächstes Jahr am selben Tag
OT: November 9
Autor: Colleen Hoover
Übersetzer: Katarina Ganslandt
Verlag: dtv
Klappenbroschur 14,95 € (10.3.2017)
Ebook 11,99 € (10.2.2017)
Seitenzahl Print: 376 Seiten

Buch kaufen
Amazon | Thalia 
ISBN: 978-3423740258


New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe
Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …
Ich sitze hier und starre das Buch an, aber mir fehlen einfach die Worte.
Mir fehlen Worte für dieses Buch , denn Emotionen so zu verpacken, dass sie so geballt und kraftvoll rüberkommen wie ich sie empfinde scheint mir irgendwie unmöglich.

Colleen Hoover schafft es, dass einem das Herz in 1000 Teile zerspringt, nur um es danach mit ihren Worten auf völlig neue Art wieder zusammen zu setzen.

Wieder einmal hat sie es geschafft eine Geschichte zu erschaffen, die einer Achterbahnfahrt gleicht. Es beginnt ganz ruhig. Man fährt immer weiter hoch, lernt die Charaktere kennen, lacht, Vorfreude baut sich auf. Kribbeln im Bauch. Man verliebt und verliert sich, bevor es denn rasant Abwärts geht, es gibt Wendungen die man nicht voraussieht, es geht hoch und runter, bis man am Ende völlig atemlos den Buchdeckel zu klappt.
Nach dem lesen war mein  Kopf ganz Gedankenleer ist und das Herz erfüllt von puren Emotionen.

Ich habe Fallon von beginn an ins Herz geschlossen, denn sie ist nicht perfekt, es war schön mal eine Protagonistin mit auffälligen Makeln zu haben, die damit zu kämpfen und trotzdem stark ist, einen Sinn für Humor hat und ihren Weg finden muss.
Und Ben, der Protagonist fernab von Klischees. Kein Bad Boy, kein Macho. Ich hab mich direkt in ihn verliebt und war beim lesen auch meistens auf seiner Seite, anstatt auf Fallons. Dadurch, dass man beide Sichten kennen lernt, kann man sich auch in beide hinein versetzen.

Das Thema Klischees in Liebesromanen wird übrigens im Buch gerne mal aufgezogen. Bei vielen Stellen musste ich so los lachen, laut und aus tiefsten Herzen. Generell sind die Figuren und die Story sehr humorvoll, so kann es sein das man sich die Augen ausheult und 20 Seiten später einen Lachflash bekommt. Bei mir war es jedenfalls so.

Die Art wie Colleen Hoover Dramatik, Liebe, Leichtigkeit und Humor verbindet ist etwas ganz besonderes. Sie schafft es immer wieder das Buch aufzulockern, so dass es nie zu viel wird. Nur einmal hab ich das Buch weggelegt , ziemlich angepisst, Manchmal hasse ich es, aber ehrlich gesagt, dass erwarte ich auch bei einem CoHo Buch. Emotionen sind eben nicht immer einfach zu Hand haben.

Was ich auch wirklich positiv fand, war dass, die Geschichte sich über mehrere Jahre abspielt, sich dabei aber auf die besonderen Tage beschränkt. So gibt es eine nachvollziehbare Charakterentwicklung und es entschleunigt

Mir wurde das Herz gebrochen, immer und immer wieder. Ich habe geweint, ich habe gelacht und ich habe geliebt. Ich habe jede Sekunde dieses Buches genossen.
Ich kann euch diese Geschichte wirklich nur ans Herz legen. Aber bereitet euch vor, ihr werdet Taschentücher brauchen, viele Taschentücher.

Vielen Dank an dtv für die Bereitstellung des Leseexemplares.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen