Montag, 12. Dezember 2016

{Rezension} Hasen feiern kein Weihnachten

Weihnachtlich angehauchter Roman für Zwischendurch

Titel: Hasen feiern kein Weihnachten
Autor: Anne Blum 
Verlag: Berlin Verlag
Formate: Taschenbuch 9,00 € / Ebook 7,99 €
Seitenzahl Print: 240 Seiten 
Erschienen 4.10.2016



Weihnachtsfans und Weihnachtshasser passen einfach nicht zusammen: Dieser Erkenntnis muss sich Tessa kurz vor dem Fest der Liebe stellen. Seit Jahren verbringt sie Weihnachten ihrem Freund Ole zuliebe an den Stränden Thailands, doch diesmal kommt alles anders: Kurz vor Heiligabend und dem Abflug nach Bangkok zerbricht ihre Beziehung mit einem Paukenschlag. Notgedrungen und um den Herzschmerz zu vergessen, verbringt Tessa die Feiertage bei ihrer liebevoll-verrückten Familie auf dem platten norddeutschen Land. Hier in Kappeln warten Weihnachtslieder singende Gartenzwerge, Lametta, Bratäpfel am Kachelofen sowie eine Riesenportion Trost und Liebe, aber auch der übliche Stress mit den beiden Schwestern. Dann steht auch noch Ole reumütig vor der Tür und will Tessa zurück. Doch ein sehr viel größeres Problem in ihrer Familie öffnet Tessa bald die Augen dafür, was wirklich zählt im Leben.


Weihnachten steht nicht im Vordergrund aber es ist allgegenwärtig. Hasen feiern kein Weihnachten würde ich von daher nicht unbedingt als Weihnachtsroman bezeichnen sondern als einen Roman der in der Weihnachtszeit spielt, in dem es um Rückschläge, Familie, Liebe, Enttäuschung und Versöhnung geht.

An sich ist es ein schöner Roman, der sich sehr einfach weglesen lässt, auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig ist. Er schwankt zwischen Ausschweifung und kurz und knapp. Trotzdem kommt man gut in die Geschichte rein und die Seiten fliegen nur so, leider bleibt alles etwas Oberflächlich, man liest die Szenen aber man fühlt sie nicht, es ist Unterhaltsam aber nicht einprägend. Teilweise wurden Geschichtsstränge auch nur angeschnitten, die bevor sie richtig interessant wurden schon wieder vorbei waren. Die Story hält wenig Überraschungen bereit und ist leicht vorausschaubar. Trotzdem wurde ich unterhalten. 

Allerdings hat der Roman und besonders Tessas Vater für einige Lacher und Schmunzler gesorgt. Tessas Familie ist charakterlich ein buntgemischter Haufen. Ihr Vater ist sowas von typisch Norddeutsch das ich beim lesen immer meinen Opa vor Augen hatte. Die Familie ist authentisch, mit Problemen die jede Familie mal hat, Spannungen zwischen Geschwistern, das älter werden der Eltern und die damit wachsende Angst. Ich war einfach verliebt in diese Familie und würde wirklich gerne mit ihnen einmal Weihnachten feiern, auch mit Lametta. 

Als norddeutsches Küstenkind, mochte ich besonders den norddeutschen Touch. Die Gepflogenheiten und Gebräuche weckten doch Kindheitserrinerungen. Kappeln, die kleine Ortschaft, deren Bewohner, das alles war wie aus einer Erinnerung. 


Für mich war es ein schöner Zwischendurch Sonntags-Sofa-Roman. Die rund 240 Seiten lassen sich leicht weg lesen , auch wenn es mich nicht emotional packen konnte, hat es mich unterhalten. Es hat einen gewissen Charme und Humor. 


Anne Blum wurde an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste geboren und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Literatur arbeitete sie als freie Radiojournalistin, sattelte dann aufs Drehbuchschreiben um und schreibt Komödien für ARD und ZDF. „Hasen feiern kein Weihnachten“ ist ihr Debüt.
(Quelle: Piper.de)

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