Mittwoch, 23. November 2016

{Rezension} Lost in Texas Auf der Suche nach dir

Lost zwischen den Seiten

Titel: Lost in Texas Auf der Suche nach dir
Erschienen: 28. 9.2016
Formate: Ebook 3,99 € / Taschenbuch 14,99 € / Hardcover 22,99 €
Seitenzahl Print: 438 Seiten
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" Auch wenn das Schicksal nicht immer fair gewesen war, würden wir weiterhin kämpfen und unser Dasein auskosten, Schließlich hatten wir doch nur dieses eine."



2 Menschen. 2 Schicksale. Dave nimmt sich in Texas eine Auszeit von seinem Leben in Chicago. Auf der Suche nach sich selbst stattet er Freunden aus Jugendtagen einen Besuch ab und merkt ziemlich schnell, dass der Alltag auf einer Ranch kein Kinderspiel ist - er muss richtig mit anpacken. Dann lernt er Josephine kennen, die ihn durch ihre wilde Art völlig aus der Bahn wirft. Doch das Leben hat es auch mit Josy nicht gut gemeint. Das Letzte, was sie nun gebrauchen kann, ist ein Möchtegern-Cowboy, wie Dave einer zu sein scheint. Die Ereignisse überschlagen sich und die beiden sind mit einem Mal mehr voneinander abhängig, als sie es für möglich gehalten hätten. Werden sie von der Vergangenheit eingeholt, oder finden sie einen Weg zum gemeinsamen Glück?

" Warum es also mit Trauer und Trostlosigkeit verschwenden, wenn es doch so vieles gab, dass uns täglich bereicherte"



2 Hauptprotagonisten, 2 Sichten, 2 Autorinnen. Lost in Texas wird aus 2 Sichten beschrieben, aus Daves und aus Josephines, das ist soweit nichts neues. Aber nicht nur die Sichten wechseln sich ab, sondern auch die Autorinnen. Eine hat Daves Sicht beschrieben, die andere hat die Rolle der Josephine übernommen, dadurch gibt es zwar einige Wiederholungen der Situationen aber es war auch interessant zu sehen wie unterschiedlich die beiden Denkweisen und das Handeln der Protagonisten ist.

Die Figuren waren wir beide sympatisch, obwohl mir Dave noch etwas besser gefiel. Er hat die richtige Mischung aus Sensibilität und Männlichkeit. Beide Protas haben herbe Schicksalsschläge hinter sich, die erst nach und nach zum Vorschein kommen und deren Tragweite sich durch die komplette Geschichte ziehen.
Leider wirkten die Nebencharaktere etwas blass obwohl sie sehr präsent in der Geschichte sind, allerdings hat Ethan mich des öfteren mal schmunzeln lassen, den mochte ich wirklich gerne. Die Figur des Aaron mochte ich von Anfang an nicht und er wirkte auch mehr wie ein Mittel zum Zweck, Auch Nash war leider etwas unausgereift, da hätte ich mir mehr Story mit ihm gewünscht als immer nur sein kurzes Auftauchen. Aber der Name ist toll, ich hab mich echt in den Namen Nash verliebt.

Die Geschichte beginnt sehr emotionsgeladen und gibt schon mal einen kleinen Einblick auf Daves Leben frei, allerdings startet sie erst so richtig nach den ersten 10 Kapiteln. Das sorgt dafür, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann, weil man einfach wissen muss, was passiert, was ist eigentlich alles passiert und was könnte noch passieren, man ist angefixt, so hat man aber auch Zeit beide Hauptcharaktere erstmal kennen zu lernen.

Die beiden Schreibstile harmonieren wirklich gut miteinander und man merkt nur leicht, dass das ganze aus zweien anstatt nur einer Feder stammt. Das ganze lässt sich leicht weg lesen, leider bleiben da aber auch die Gefühle etwas auf der Strecke, die Story ist doch teilweise sehr Überladen an Dramatischen Situationen und Wendungen, die teils doch sehr Oberflächlich blieben. Bevor sich da wirklich was aufbauen konnte an Gefühlen war es auch schon wieder vorbei, es wirkte manchmal etwas platt, dafür hatte man allerdings nie langatmige Stellen.


Auch wenn die Geschichte nicht ganz ausgereift ist, hab ich Lost in Texas trotzdem sehr genossen. Die Seiten fliegen nur so dahin und auch wenn man manchmal mit den Augen rollt oder manche Situationen und Handlungen nicht so schlüssig sind ist es eine tolle Geschichte , mit Liebenswerten Charakteren vor einer wirklich tollen Kulisse. Aber Vorsicht fangt ihr erstmal an könnt ihr das Buch nicht aus der Hand legen, es wird euch einfach fesseln.

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