Mittwoch, 28. September 2016

{Rezension} Plötzlich Banshee

Bissiger Humor gepaart mit unvorhersehbarer Spannung

Titel: Plötzlich Bashee
Autor: Nina MacKay
Verlag: Piper Verlag
Erschienen: 1.9.2016
Formate: Ebook 12,99 € / Taschenbuch 15,00 € 
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"Unsere Entscheidungen bestimmen eben unser Schicksal ..."


Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

"Normalerweise war ich vor meinem drittem Kaffee am Morgen für meine Mitmenschen unerträglich und daher lag meine Stimmung grade irgendwo auf dem Level zwischen angriffslustiger Wespe und giftiger Klapperschlange"



Ich war total auf dieses Buch gespannt, es war in aller Munde und vom Klappentext her hat es mich total angesprochen und das Cover ist doch einfach nur ein Traum.

Ich bin total der Mythologie Fan und grade über Banshees liest man ja nicht all zu oft etwas und über eine tollpatschige erst recht nicht. So humorvoll wie das Buch klingt ist es auch, es gibt immer wieder nerdige Anspielungen und Alanas Humor ist bissig, sarkastisch und trocken.
Genau nach meinem Geschmack, generell hat Alana mir gut gefallen, auch wenn sie manchmal etwas drüber war, sie war mir sympatisch, nicht grade der charmanteste Charakter aber ich mochte sie, genau wie Clay, ihren besten Freund, der mir zwar bei mir, in einer furchtbar klischeehaften Szene echt ein kleines Würgegeräusch hervorgebracht hat, was sich allerdings auflöst und denn doch sinnvoll erscheint, aber im großem und ganzen doch sympatisch war.

Nina MacKays Schreibstil ist flüssig, jugendlich-frisch und lässt sich wirklich gut weg lesen, manchmal hatte ich aber echt Schwierigkeiten in der Geschichte drin zu bleiben, sie wirkte einfach zu aufgeputscht, es war teilweise einfach zu viel. Beim lesen wechselte es zwischen vollkommener Euphorie und Spannung zum Augenverdrehen und Stirnrunzeln. Es ist seltsam auf der einen Seite ist so unglaublich gut und humorvoll. Schlagfertig und Spannend aber denn sind da wieder Passagen die meinen Lesefluss komplett zerstörten und mich das Buch wegpacken lassen haben.
Manchmal wechseln die Sichten die Personen kurz, natürlich bringt das immer einen anderen Einblick auf die Geschichte aber diesmal war es überhaupt nicht mein Fall, auch wenn es ganz interessant hätte sein können. Nur ein Wechsel  - zu nennen welcher wäre ein böser Spoiler und ich spoiler nicht - traf den Nagel einfach auf den Kopf und hätte nicht anders sein dürfen.

Es liest sich nicht wie das typische Fantasybuch, es liest sich fast wie ein Krimi und grade zum Ende hin konnte ich es denn doch nicht mehr aus der Hand legen, es ging alles Schlag auf Schlag und plötzlich war es vorbei. Das war so der Moment "Wo sind die letzen 50 Seiten" geblieben? Flutsch eingesaugt - Ende - ein bisschen verdattert war ich schon, dass es denn doch so schnell vorbei war, nachdem es sich ja manchmal etwas gezogen hat.

Was ich aber sehr positiv dabei fand, ist das man gedanklich den "Fall" mit lösen kann. Mich hat das Buch vollkommen an der Nase herumgeführt , ich lag sowas von Falsch mit meinen Verdächtigungen. Ich wäre keine gute Detektivin.
Es gibt eine kleine Liebesgeschichte, die sich aber eher im Hintergrund hält und doch trotzdem tragender Grundbaustein ist. Das ganze ist gut verwebt und eingearbeitet worden.

Alles in allem ist es trotzdem ein schönes Buch, es hat so seine Schwächen aber es kann mit Humor und Spannung trumpfen. Ich bin gespannt auf Nina MacKays weitere Bücher und wie sie sich als Autorin noch weiterentwickeln wird.



Nina MacKay, geboren irgendwann in den ausgeflippten 80er Jahren, arbeitet als Marketing Managerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft. (Quelle: Piper)
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