Dienstag, 6. September 2016

{Rezension} Der Sommer, der uns trennte

Das Buch, dass mich fertig machte

Titel: Der Sommer, der uns trennte
OT: The Leaving Season
Autor: Cat Jordan
Verlag: HarperCollins
Erschienen: 15.8.2016
Formate: Broschiert 14,99€ /Book: 12,99€
Seitenanzahl Print: 304 Seiten
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"Ich lebe um Fehler zu machen," [...] "Zu scheitern, ist alles was ich immer wollte"




Die Gedanken wirbeln erbarmungslos durch Middies Kopf. Wenn es stimmt, bricht ihre Welt zusammen. Gemeinsam aufs College gehen, verloben, heiraten, all das würde es nie mehr geben. Niemand scheint Middie in ihrem Schmerz zu verstehen. Bis auf Lee – Nates besten Freund, mit dem sie nie gut klargekommen ist. Aber er ist der Einzige, an den sie sich anlehnen kann. Und plötzlich erwächst aus der gemeinsamen Sorge etwas Neues …

"Ich gehe zum Zirkus. Kommst du mit?"


Dieses Buch hat mich fertig gemacht, im Positiven wie im Negativem Sinne.
Ich hab so widersprüchliche Gefühle, das im meinem Kopf das reinste Chaos herrscht.
Es war nicht schlecht aber es war auch kein Highlight. Manchmal war ich berührt und manchmal kratze es nicht mal an der Oberfläche. Ich glaube die Autorin hat einfach nicht das volle Potential ausgeschöpft. Manchmal ging alles so schnell, dass es abgestumpft wirkte, denn wieder rum spürte ich die Charaktere regelrecht. 

Ich wurde durchgewirbelt.

Erst waren da Nate und Middie, so perfekt das es fast weh tat. Und sobald Nate verschwand, war es auch als wurde die Protagonistin immer mehr verschwimmen. Ihr Verhalten war menschlich und nachvollziehbar, in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt habe ich sie verstanden aber oftmals einfach nicht gespürt. Diese Geschichte ging mir einfach nicht so unter die Haut wie ich es mir gewünscht hätte. 
Aber denn kam Lee, und ich hab gelacht , alles was vorher von einer gewissen Schwere überzogen war wurde leicht und locker. Genau wie Meredith konnte ich plötzlich fühlen. Sie hat sich charakterlich stark entwickelt, grade durch Lee, weil er sie so gesehen hat wie sie war, kein Abziehbild von einer perfekten Beziehung sondern Meredith Daniels in der so viel mehr steckt, als sie weiß. Er verhätschelt sie nicht, er ist da ,auf seine Art .Zeigt er ihr was leben bedeutet. 

Es gab mehrere WTF Momente in denen ich das Buch ungläubig angestarrte hab und nur dachte: Das hab ich jetzt nicht gelesen oder? Diese Momente und Wendungen lassen einen das Buch auch nur schwer weglegen. Einmal hatte ich sogar ein schlechtes Gewissen ... Weil ich mir wünschte etwas wäre nicht so wie es ist und diese Gedanken doch arg fieß waren .. aber es war so ... aaaarg ... 

Es gab genau ein Charakter, der mir immer ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat und das war Middies kleine Schwester Emma. Die ist so Zucker, Leute. Ihre große Schwester war mir allerdings eher unsympatisch, genau wie ihre Freundinnen, obwohl nicht unsympatisch, eher so gewollt reingedrückt. Da kam einfach keine Bindung, sie waren Randfiguren, unscheinbar. 

Das Buch hat mich allerdings unterhalten, manchmal konnte ich mitfiebern, manchmal eben nicht. An sich ist es ein schöner Roman, aber mir fehlte einfach dieses Gewisse etwas. Trotzdem kann ich ihn als "Lesenswert" weiterempfehlen.




Geboren in Europa und aufgewachsen in Amerika ist Cat Jordan tief im Inneren ein Abenteuerin. Sie hat als Performancekünstlerin, Malerin, Tänzerin und Filmemacherin gearbeitet und findet die Inspirationen für ihre Geschichten auf der ganzen Welt.
Quelle: HarperCollins.de

1 Kommentar:

  1. Ich seh das ähnlich wie du...Auch das Ende war mir iwie zu abgehackt. ..Da hätte ich gern noch mehr erfahren. Aber trotzdem fand ich es gut. Vor allem wegen Lee. Er war das beste am Buch ��

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