Sonntag, 26. Juni 2016

{Rezension} Letztendlich sind wir dem Universum egal

Jeden Tag einen neuen Körper, jeden Tag ein neues Leben




Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
OT: Every Day
Autor: David Levithan
Erschienen: 27. März 2014
Verlag: Fischer FJB
Formate: Hardcover 16,99 € / Ebook 14,99 € / Taschenbuch (erscheint Sep. '16) 9,99 € / Hörbuch 12,99 €
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"Jeden Tag bin ich jemand anders. Ich bin ich - so viel ich weiß ich - und zugleich jemand anders."



A hat keine Freunde, keine Familie, kein Zuhause – und keinen eigenen Körper. Er ist nie länger als einen Tag dieselbe Person. Mal männlich, mal weiblich taucht er in die unterschiedlichsten Leben ein. Das ist sein Alltag, etwas anderes kennt er nicht. Doch dann lernt er Rhiannon kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Und auf einmal wünscht er sich mehr Kontinuität, als das Universum ihm zugesteht. Ein herausragender, magischer Roman für alle, die die Sehnsucht nach der ganz großen Liebe kennen.

"Wenn ich eins gelernt haben dann das: Wir alle wollen, dass immer alles okay ist. Wir streben gar nicht so sehr nach phantastisch oder grandios oder hervorragend. Wir geben uns gerne mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichend"



Für A ist es Normalität jeden Tag in einem anderem Körper aufzuwachen. Mal ein Mädchen zu sein , mal ein Junge. manchmal ist er Einzelkind und manchmal Teil einer Großfamilie. Arm, Reich, Dick , Dünn, Gesund, Krank er hat schon viel erlebt und sich dran gewöhnt. Sich Regeln aufgestellt. Er ist die Fremde Seele im Körper eines auserwählten, Tag für Tag. Bis er Rhiannon kennen lernt. Er ist fasziniert von ihr, er will sie wieder sehen, mehr erfahren aber wie soll das gehen wenn A doch morgen schon jemand ganz anderes ist?

"Eine Stunde lang streife ich mein geborgtes Leben ab und tausche es gegen das geborgte aus Leben aus dem Buch"


Flutsch und Weg. Ich lese nur mal eben schnell rein funktioniert hier gar nicht. Von der ersten Seite war ich wie gefesselt. Nicht nur von dem mehr als angenehmen Schreibstil, der nicht nur den Einstieg sondern auch den Lesefluss sehr positiv beeinflusst sondern auch von der Hintergrund Idee. Dem Gerüst so zu sagen. 
Was passiert wenn man jeden Tag jemand anders ist aber doch immer ein Stück weit man selbst. Keine einfache Thematik aber mit jedem Kapitel, jedem Tag, gut umgesetzt. 
Es ist kein Buch was mich groß zum weinen gebracht hat, aber es hat mich mehr als Unterhalten so, dass ich es kaum weglegen konnte und doch hat es mich auch berührt.
Ich fand es einfach interessant wie sich alles entwickelt und in welche Körper A schlüpft. 
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die große Toleranz und die versteckte Botschaft dahinter. Egal ob du Weiß , Schwarz, Dick Dünn , Transgender, Lesbisch , Bi oder Schwul bist. Du bist du und genau so ist es auch gut. Ob Gesund oder Krank, du lebst dein Leben und nicht jemand anderes. 
Die Figuren sind auf so vielfältige Art beschrieben, dass wirklich alles abgedeckt ist. 
Es ist für mich kein Highlight Buch aber es ist lesenswert. 
Mir fehlten aber leider noch einige Informationen, natürlich geben diese offenen Fragen Spielraum für einen weiteren Band aber wer weiß ob der so kommen wird. Trotzdem war das Ende einfach passend. Es passte zu A. Der Person, die eigentlich keine Person ist aber existiert, jeden Tag in einem anderen Körper.


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