Sonntag, 24. April 2016

Rezension Wer war Alice




Ich habe es getan … Ich habe meine Psychothrillerjungfräulichkeit verloren.

Klappentext:
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?

Worum geht’s?
Alice Salmon ist tot. Ertrunken. Aber war es wirklich ein Unfall? Wer war Alice wirklich? Hatte sie Geheimnisse? Eine dunkle Seite? Was ist in den Stunden vor ihrem Tod passiert?
Genau das will ihr ehemaliger Professor raus finden, doch wie weit ist er wirklich in Alice Leben integriert gewesen?

Meine Meinung
Ich habe mich lange Zeit nicht an Psychothriller getraut, denn ich bin ein Sensibelchen. Blut Abschlachten alles kein Problem aber sobald es auf die Psyche geht ist es mir zu hart.
Nun habe ich meine Unschuld an T.R. Richmonds Buch verloren. Und ich bereue nichts.
Das Buch ist in 6 Abschnitte unterteilt. Richtige Kapitel gibt es nicht denn das Buch ist nicht in Romanform geschrieben sondern in Briefform. Aber nicht nur Briefe , Emails und SMS-Verläufe lassen einen Miträtseln sondern auch Alice Tagebucheinträge, Polizeiverhöre, Zeitungsartikel, Blogeinträge, Diskussionsforen , Twitternachrichten und Laptopmitschriften.
Jeder neue Brief etc. wirft neue Fragen auf, immer weiter und tiefer wird man eingesogen und bombadiert mit Informationen. Was ist Wahrheit was Fiktion. Selbstmord Mord? Was ist mit Cook dem seltsamen Professor eigentlich wirklich los- Für mich war er die vielschichtigste Person. Ich konnte mir einfach keinen Reim auf ihn machen und während der über 400 Seiten hatte ich gefühlte 100 Falsche Theorien über ihn.
An mir ist übrigens kein Detektiv vorbeigegangen. Bis zum Ende hab ich zwar munter mitgeraten aber lag so was von Falsch.
Das Buch war teilweise so spannend das es mir auf den Magen schlug. Allerdings waren Cooks Briefe teilweise auch etwas langatmig. In seinen Augen wäre ich wahrscheinlich nicht intelligent genug um ihn zu folgen. Folgen konnte ich ihm schon nur war seine Ausdrucksweise nervig.

Alice Salmon und ihr Leben berührte mich auf eine Weise die mich fast hätte kotzen lassen. Manchmal muss man sich mit seinen Dämonen auseinander setzen aber so zerrissen zu werden zerfleischt von der Presse und allen anderen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Besonders der letzte Brief.

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