Sonntag, 24. April 2016

Rezension Ungenügend



Worum geht’s?
Leon besucht die 12. Klasse eines Gymnasiums. In Mathe ist er mehr als schlecht. Aber dafür ist er gut aussehend, charismatisch und ihm fliegen die Schlüppis nur so zu. Aber er ist wählerisch, denn auch wenn er durch die Betten hüpft gehört sein Herz nur einer Frau und die ist nicht nur 5 Jahre älter wie er sondern das ganze endete nicht gut, denn Sie war seine Mathe Nachhilfelehrerin und studierte Lehramt. Nun steht sie vor ihm, als seine neue Mathelehrerin und sie trägt ein Ring am Finger, die Gefühle von damals wallen sofort wieder auf, doch das was sich da in Leons Herzen und seinem Kopf abspielt darf nicht sein. Denn Schüler-Lehrer Beziehungen sind verboten.

Meine Meinung:
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Frech, frei heraus und Altagstauglich. Die komplette Geschichte ist aus Leons Sicht geschrieben, was mal was erfrischend anderes war. Ich hab selten Bücher in der Hand gehabt, die rein aus der Sicht des Mannes geschrieben wurden und es war Interessant in seinen Kopf und seine Gefühlswelt einzutauchen. Das ganze wurde auch ehrlich und realistisch rüber gebracht und wirkte weder gestellt noch erzwungen locker.
Immer wieder brachte mich Leon zum schmunzeln oder sogar zum lachen und mit seiner leichten Unbeholfenheit ab Mitte des Buches zum wissendem lächeln.

Ein paar Szenen waren aber leider etwas platt und es ging so schwubb-di-wupp schnell, das hätte vielleicht etwas besser ausgearbeitet werden können.
Es ist ein New- Adult Roman und in denen darf auch mal das Wort Schwanz vorkommen und der darf auch mal wo rein gesteckt werden. Aber das ganze nicht zu vulgär oder zu prüde darzustellen schaffen nicht alle Autoren. Frau Lionera allerdings hat diese Gratwanderung mit Bravour gemeistert, die prickelnden Szenen in dem Buch sind wirklich kein billiger Fusel, wo die Bläschen sich nach 20 Sekunden verabschieden, sondern edler Champagner.

Am Anfang gab es ein paar Rückblenden in die Vergangenheit von Leon und Alex, ich hätte mir ehrlich gesagt noch ein paar mehr gewünscht um einfach mehr von der Hintergrundgeschichte zu erfahren. Ich bin aber auch so schrecklich neugierig.

Das Buch nahm ein paar Wendungen die ich nicht so erwartet habe und was es schwer machte, die Geschichte zu unterbrechen, weil man einfach wissen wollte wie es weitergeht. Eine Vorahnung die ich hatte wurde allerdings bestätigt und ich war mega Happy damit, leider war mein Glücksgefühl nur von kurzer Dauer.
Bis zum Epilog war alles super, denn die letzte Wendung. Dieses Happy-End Gefühl hat sich bei mir einfach nicht eingestellt auch wenn es eigentlich so hätte sein sollen. Aber das sieht jeder anders.

Mit 214 Seiten (auf meinem Handy – als Ebook) lässt sich das Buch gut und flüssig an einem Tag durchlesen.

Allem in allem ist das Experiment New-Adult Roman geglückt und ich hoffe wirklich, dass wir noch mehr aus dieser Sparte von Asuka Lionera lesen werden.

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