Sonntag, 24. April 2016

Rezension die Träne des Fressers



Klappentext:
„Auf ihrer Seite stand niemand mehr außer ihm, und auf dem anderen Dach zog die weiße Frau gerade ihre verzierte Klinge mit einem vibrierenden Geräusch durch den letzten zusammenbrechenden Angreifer, obwohl dieser sich offensichtlich gerade kniend ergeben hatte. Mehr als ein Dutzend regungsloser, zerteilter Körper umgaben die.Elfe.“
Zensa´ide ist eine unsterbliche Jaidanelfe, die unzählige Schlachten, Siege, aber auch tote
Kameraden gesehen hat und ihr Dasein in der Gesetzlosigkeit fristet, bis sie dem jungen
Menschenmann Spleen begegnet. Völlig überfordert, reißt sie der unerfahrene Knappengehilfe in ein Abenteuer durch das halbe Universum mit ungeahnten Ausmaßen…

Es gibt einen neuen König der Cliffhänger und sein Name ist Nathan C. Marus

Worum geht’s?

Das in ein paar kurzen Sätzen zu erklären ist schier unmöglich, da die Geschichte so vielfältig und verstrickt ineinander ist. 
Zensa´ide ist Söldnerin, sie lebt an einem Gesetzlosen Ort im Weltenbund , arbeitet und tötet für den der am meisten Zahlt und fristet ihre Unsterblichkeit in einer emotionslosen Folge von Tag-Nacht wechseln, bis sie Spleen trifft. Spleen ist nur ein junger Knappengehilfe, der seine Herren auf einem Auftrag begleitet und denn geht alles schief. 
Die Jaidanelfe rettet Spleen das Leben, warum weiß sie auch nicht so genau. 
Aber da ist ja auch noch der Auftrag den Splendite unbedingt beenden will, unfreiwillig durch gewisse Ereignisse springt sie mit ihm durch den Weltenbund, dabei treffen sie auf neue Freunde und unerbittliche Feinde. Aber was ist wenn sie nur Spielfiguren sind in einem Spiel um Macht, Intrigen und so großen Ausnahmen, die den ganzen Weltenbund erschüttern werden?




Meine Meinung:
Als ich das Buch in den Händen hielt war mein erster Gedanke: Verdammt ist die Schrift klein! Aber durch die vielen kleinen Absätze lässt es sich gut und flüssig lesen und die kleine Schrift störte nicht mehr.



Der Prolog zog mich direkt in seinen Bann, auf mystische Weise wirft er Fragen auf, die Lust mach weiter in diese Geschichte einzutauchen. Mein Interesse war sofort geweckt.


Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und in verschiedenen Sichten und Handlungssträngen geschrieben, die zum Teil eine wiederholend Reihenfolge ergeben und gerne auch mal im Cliffhänger enden. Sehr diabolisch, denn man will immer wissen wie es bei dem anderen Charakter weitergeht, das Buch mal eben zur Seite legen war wirklich schwer. 


Die wechselnden Sichten fand ich persönlich wirklich gut, denn die Geschichte ist zu vielschichtig und muss einfach aus mehreren Perspektiven betrachtet werden um das Große Ganze zu verstehen, das sich am Ende in Perfektion zusammenwebt. Kein einzelnes Kapitel sollte als unwichtig oder gar Filler angesehen werden, denn so viele kleine Details, die am Anfang vielleicht unwichtig erscheinen tragen am Ende zum Ahhhh – Effekt bei.


Die Figuren sind allesamt mit sehr viel liebe zum Detail beschrieben und durchdacht. Besonders die Feuerfee Nani ist mir ans Herz gewachsen aber nicht nur Nani macht dieses Buch so besonders. Ailan, die so zerbrechlich aber auch so stark ist ,Siks der Krieger mit der weißen Maske – die nicht nur sein Gesicht bedeckt -, Xur der durchgeknallte lustige Barde und natürlich auch die oberflächlich abweisende aber unterschwellig liebevolle Zensa´ide und der unerfahrene aber mutige Spleen, mit einem Herzen so groß wie der Weltenbund wuchsen mir immer mehr ans Herz der eine mehr die andere weniger.
Zen und Spleen erinnerten mich übrigens ein bisschen an den Zinnmann und den Löwen aus OZ, der eine angeblich ohne Herz und der andere ohne Mut.
Aber was wäre eine Geschichte ohne Bösewichte? Genau nichts!
Balezael ist einer dieser Charaktere die man liebt zu hassen. Man freut sich wenn sie auf die Fresse fliegen aber sie ziehen einen auch in seinen Bann. Sein Charakter und seine Vergangenheit ist nicht minder interessant als der von Zen. Cerce ist auch nicht zu verachten, auch wenn sie mir auf den ersten Blick unscheinbar und fast etwas langweilig erschien dreht sie noch gut auf und webt den Stoff aus dem Alpträume sind.
Ein Charakter ist schwer einzuordnen, für sie gibt es kein schwarz oder weiß, sie bewegt sich in einer Grauzone. Laeto ist eindeutig einer der Interessantesten Charaktere.



Kein Charakter ist unwichtig und trägt seinen Teil zu dem Zauber dieses großartigem und gelungenem ersten Bandes - einer Trilogie die das potenzial hat die komplette Welt zu erobern- bei.


Während des Lesens war die Geschichte nicht einmal vorausschaubar, immer wieder gab plötzliche und unerwartende Wendungen, die einen zum lachen bringen, dazu Taschentücher zu holen weil einem die Tränen runterlaufen oder das Buch an die Wand zu pfeffern, weil man sich nur denkt was ist der Autor bloß für ein Sadist.


Die Träne des Fressers- Weiße Königin ist ein Buch das einem zum lachen, zum zittern und zum verzweifeln bringt. Spannende Schlachten wechseln sich mit Urkomischen, teils Sarkastischem, Humor ab. Die Charaktere wachsen einem ans Herz und ehe man sich versieht ist man Teil des Weltenbundes ob man will oder nicht.

Kommentare:

  1. Huhu!
    Ich war ja echt am überlegen ob ich das Buch lesen mag. Deine Rezi hat mir jetzt die Entscheidung abgenommen und ich werde es auf jeden Fall lesen. 😁
    Freu mich auch sehr das du deinen Blog hier jetzt auch weiter führst, ich persönlich mag das nämlich lieber. ;)

    Ganz lieben Gruß
    Denise
    http://buechergestoeber.blogspot.de/

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    1. Ja ich gebe mein bestes, das hier Aktuell zu halten :D
      Und das freut mich, dass du die Träne des Fressers lesen willst. Es ist so ein tolles Buch !

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