Sonntag, 24. April 2016

Rezension Das Land der verlorenen Träume




Worum geht’s?

Gaia hat die Enklave verlassen und ist mit ihrer Schwester ins Ödland geflüchtet um sich auf die Suche nach ihrer Großmutter und dem totem Wald zu machen. Viel hat sich nicht zurück lassen müssen aber eine Sache schmerzt ihr Herz. Sie weiß nicht was aus Leon geworden ist. Leon, der einzige Junge, der in ihr mehr gesehen hat, als das Mädchen mit der Narbe. Im Ödland verreckt sie fast, doch das Schicksal meint es gut mit ihr und sie wird gefunden und in Sicherheit gebracht. Sie erreicht Sylum. Sylum ist ein seltsamer Ort. Die Frauen haben das sagen und es gibt strenge Regeln. Aber Sylum hat auch ein Problem. Auf 9 Männer kommt nur eine Frau und die Geburtenrate macht es nicht besser. Es ist vom Aussterben bedroht aber dennoch sind die Menschen dort Glücklich. Aber ist Gaia wirklich von einem Ort mit verschrobenem System zum nächsten geflüchtet? Ihre Fähigkeiten als Hebamme sind es, die ihr erstmal ein Leben dort ermöglichen, aber ihre Fähigkeiten nachzudenken und ein eiserner Wille drohen, das kurzzeitige Glück zerbrechen zu lassen.

Meine Meinung:

Vom ersten Teil Die Stadt der verschwundenen Kinder, war ich mehr als begeistert und auch der zweite Teil wird nicht schwächer. Wieder muss sich Gaia Aufgaben stellen und ein System hinterfragen, was lange zeit ja schon wirklich gut funktioniert. Oberflächlich zumindest.
Gegensätzlich aber Gleichend, das würde mir zur Enklave und Sylum einfallen. Das Machtregime ist diesmal ein völlig anderes und es ist auch nicht ganz klar ob es böse ist. Es ist einfach nur Falsch. Die Matrach ist eine Interessante Frau die ihren Ort schützen will und die Bewohner. Sie ist nicht von Hass oder Unterdrückung geleitet aber dennoch gibt es so viele Fehler in dem System. Ich wusste bis zum Schluss nicht genau, was ich von ihr halten sollte. Aber nicht nur die Matrach sondern auch die anderen Figuren von Gaia über ihre Schwester Maya und die Libbis bis zu Leon und den Chardo Brüdern Will und Peter sind perfekt ausgearbeitet und mit vielen kleinen Details Leben eingehaucht worden. Gaia ist keine dieser oft nervigen Distopien Hauptprotas, die sich überstürzen und denn rumheulen. Auch wenn Sie manche ihrer Entscheidungen bereut und auch Selbstzweifel hat, bleibt sie sich doch selbst treu.
Was fürs Herz ist auch dabei. So Zart und so verwirrend wie es für ein 17 Jähriges Mädchen eben sein kann, wenn die Hormone erwachen und es nicht nur einen Helden für sie gibt. Doch genau diese verzwickten Gefühle tragen zu einem Ende bei, dass ich so nicht erwartet hätte.
Der angenehme Schreibstil lädt dazu ein völlig abzutauchen und das Buch in ein bis zwei Rütschen durchzulesen.
Ich bin froh den dritten Teil schon hier zu haben und das Ende von Gaias Reise mitzue
rleben.

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