Sonntag, 24. April 2016

Chat Interview Greg Walters

Greg Walters hat uns auf eine Traumreise in die Alaburg mitgenommen, doch wen würde er sich wünschen, wenn sein Meisterwerk verfilmt würde? Wer ist sein persönlicher Liebling? Was macht er so wenn er nicht schreibt? Und wer hat ihn ermutigt sein Buch rauszuringen? Ich durfte ein bisschen mit ihm schnacken , was genau alles dabei zu Stande kam lest ihr hier.
H: Hermine G: Greg
H: Hallo Greg, erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, am besten erzählst du uns erstmal was über dich
G: Hallo, ich danke dir, dass wir dieses Interview führen. Ich bin Greg Walters, 35 Jahre alt. Im "richtigen Leben" arbeite ich als Gymnasiallehrer und unterrichte Geschichte und Politik. Schreiben ist schon lange meine Leidenschaft, doch den Schritt zur Veröffentlichung habe ich erst vor 4 Monaten gewagt.
H: Was war der Auslöser, dich dazu zu entschließen deine Geschichten zu veröffentlichen?
G: Das Buch war eigentlich schon ca. 1,5 Jahre fertig. Meine Frau und meine Familie haben es gelesen. Es hat allen gut gefallen, aber irgendwie konnte ich mich nicht durchringen es zu veröffentlichen. Dann haben uns gute Freunde besucht, Uli und Nico, die beide große Fantasyfans sind. Denen habe ich es mitgegeben, um eine außenstehende Meinung von Liebhabern des Genres zu bekommen. Nach 2 Tagen hatten sie das Buch gelesen und gestritten, wer weiterlesen darf. Danach habe ich mir einen Lektor gesucht und dann veröffentlicht.
H: Die Geheimnisse der Alaburg ist im September letzten Jahres erschienen und hat in nur 4 Monaten den 2. Platz der Amazon Bestseller Liste im Kindle-Shop in gleich 2 Kategorien bekommen und über 80 sehr positive Bewertungen, hättest du mit diesem Erfolg gerechnet?
G: Niemals. Alle haben gesagt, heutzutage ist so ein Erfolg unmöglich, da es so viele Selfpublisher gibt. Außerdem war ich ja völlig unerfahren, was Literaturblogs, Bloggerszene, Facebookgruppen u.ä. angeht. So habe ich bis heute keine Leserunde oder eine Blogtour gemacht. Die Leute kamen einfach von allein auf das Buch. Irgendwie habe ich einen Nerv getroffen. Was mich riesig freut.
H: Bis jetzt hast du durchweg positive Kritiken bekommen, das pusht natürlich auch ungemein das Selbstwertgefühl. Wie würdest du mit einer schlechten Kritik umgehen? Bist du sehr Kritikfähig oder nimmst du dir das sehr zu Herzen?
G: Also die guten Kritiken sind wirklich toll. Jeder der irgendwas Kreatives macht, weiß wie empfindlich man ist. Als ich meine erste - und einzige - 3 Sterne Bewertungen bekommen habe, war ich schon enttäuscht. Also ich nehme mir Kritik sehr zu Herzen und muss da noch an mir arbeiten, dass mich das nicht so trifft. Meine Schüler haben neulich zu mir gesagt, wer keine Hater (1 Sterne Bewertungen) hat, der ist auch nicht erfolgreich. Das versuche ich mir zu Herzen zu nehmen. (Das soll aber KEINE Aufforderung dafür sein ;) ) Ich gehe auch auf Kritik ein. So haben einige Leser geschrieben, dass sie nicht genau wissen, wie man manche Namen ausspricht. Daher habe ich für die 2. Auflage des Buches einen Sprachführer für Razuklan geschrieben und hinten angehangen.
H: Damit haben dir deine Schüler also durch die Blume gesagt, dass du keinen richtigen Erfolg hast ;) Haben einige deiner Schüler denn dein Buch selbst in den Händen halten dürfen?
G: Du weißt ja wie junge Menschen sind. Sie wollte mich nur foppen. Grundsätzlich wissen nur sehr wenige meiner Schüler, dass ich ein Buch geschrieben habe, da ich ja unter Pseudonym schreibe. Aber ich habe 2 Exemplare der Schulbibliothek gestiftet, vor einigen Tagen. Da werden es ab jetzt wohl mehr werden.
H: Heutzutage benutzen immer mehr Autoren ein Pseudonym, wieso hast du dich dazu entschieden? Aufgrund deines Jobs als Lehrer?
G: Auf der einen Seite genau deswegen. Als Lehrer hat man schon einen besonderen Beruf und es war mir sehr wichtig beides voneinander zu trennen. Außerdem kommen englische Autoren bei den Lesern besser an. Das Pseudonym ist allerdings nicht vollkommen willkürlich gewählt, sonder setzt sich aus meinem leicht veränderten ersten Vornamen und meinem zweiten Vornamen zusammen.
H: Würdest du selbst auch eher zu englischen Autoren greifen anstatt zu deutschen?
G: Ich lese auch einige deutsche Autoren. Aber in der Regel greife ich auch eher zu englischsprachigen Autoren. So bin ich z.B. ein großer Fan von Stephen King.
H: Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du auch selbst gerne liest und nicht nur schreibst. Gibt es Autoren die dich besonders inspiriert haben? Oder sogar einzelne Bücher?
G: Ich bin schon immer die klassische Leseratte. Obwohl ich, seit meinem Engagement hier bei FB, entdecken musste, dass Männer die gerne lesen wohl eine Ausnahme sind. Also Stephen King rangiert bei mir ganz oben. Ich habe so gut wie alle seine Romane gelesen. Daneben lese ich viel klassische Fantasy. Ich mag Eragon, Bartimäus, Harry Potter, aber auch G. Martin. Wen ich allen Fantasyfreunden besonders ans Herz legen möchte, dass ist Sergej Lukanjenko. Er ist Russe und schreibt Fantasy aus einem ganz anderen Blickwinkel. Seine Wächter der Nacht Reihe, ist einfach fantastisch.
H: Ja Männer die lesen, sind anscheinend so selten wie Einhörner. Das du Stephen Kings Romane verschlungen hast, kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen, welches ist dein Lieblingswerk von ihm?
G: Ich liebe the Stand .Wie die meisten Fans. Aber der Dunkle Turm ist auch super.
H: Denn hast du bestimmt auch die meisten Verfilmungen gesehen.
G: Ja, aber die sind fast alle ziemlich mies. Außer Green Mile. Und die Verurteilten. Under the Dome ist leider auch nicht meins, obwohl ich die Arena toll fand.
H: Leider sind die meisten Buchverfilmungen recht mies obwohl ES und The Shining , meiner Meinung nach doch sehr gelungen sind. Wenn eine Produktionsfirma an deine Tür klopfen würde um Die Geheimnisse der Alaburg zu verfilmen, würdest du einwilligen oder hättest du angst, dass Sie das Buch verschandeln?
G: Ich würde einwilligen. Ich glaube, dass das insgeheim der Traum eines jeden Autors ist, sein eigenes Werk auf der großen Leinwand zu sehen. Ich würde mir einfach viel Mitbestimmung in den Vertrag schreiben lassen, wie J.K. Rowling, damit alles in meinem Sinne läuft.
H: Hättest du schon Schauspieler im Kopf für deine Figuren? Oder würdest du lieber auf unbekannte zurückgreifen?
G: So weit habe ich als kleiner Selfi ohne Verlag noch gar nicht gedacht. Für Leik und seine Freunde, da müssten es schon junge frische Gesichter sein. Aber als Gerald, könnte ich mir gut Russel Crow und als Tejal Cate Blanchet vorstellen. Wenn ich mal völlig unrealistisch träumen darf.
H: Ist nicht jeder Autor auch ein Träumer?
G: Haha. Ja, dass muss man wohl sein. Sonst könnte man keine Welten entwickeln, die andere zum Träumen bringen.
H: Momentan arbeitest du ja noch an dem 2. Teil von insgesamt 4 geplanten. Was meinst du, wann dürfen wir weiter in deine Welt eintauchen und weiterträumen?
G: Also im Moment, da habe ich etwa 2/3 geschrieben. Ich würde schneller sein, wenn ich das Ganze hauptberuflich machen würde, aber im Moment ist in der Schule viel los. Es gibt in den nächsten Tagen nämlich Halbjahreszeugnisse. Trotzdem hoffe, ich in etwa 3-4 Monaten das Buch veröffentlichen zu können. Ich weiß, dass es sehr viele Leute kaum noch erwarten können und schreibe so schnell es geht.
H: Es soll ja nicht auf Druck kommen, denn wird’s meistens nicht gut. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
G: Ja. Ich hoffe, dass sich die Leser gedulden können. Gut Buch will Weile haben.
H: Hast du einen heimlichen Liebling in deinen Werken? Einer der dir besonders beim schreiben ans Herz gewachsen ist?
G: Schwierige Frage. Leik natürlich, er ist mir als erstes eingefallen und für ihn habe ich die Geschichte geschrieben. Aber Morlas Art und Humor kommen dem meinen schon sehr nah. Von daher ist der Zwerg mindestens auf Platz zwei.
H: Da Leik und Morla ja deine Lieblinge sind, welche 3 Wörter fallen dir spontan zu jedem ein?
G: Leik: menschlich, unsicher, verliebt Morla: tapfer, Klein aber doch großes Herz, Humor/ Sarkasmus
H: Und zur gesamten Farbseher - Saga?
G: Viel Arbeit, Spaß, Erfüllung eines ganz großen Traums
H: Danke, dass du uns an deinem Traum teilhaben lässt und danke für das nette Interview, ich hatte wirklich viel Spaß , möchtest du den Lesern noch was zum Abschluss sagen?
G: Lest. Wer nicht liest, der lebt nur ein Leben. Wer liest, der lebt tausende.
H: Sehr schön gesagt ;) Verrätst du uns zum Abschluss noch ob du eher der Schokoladen - oder Gummibärchentyp bist?
G: Schokolade!!!!!!! Ist doch wohl klar...
Ihr wollt auch die Geheimnisse der Alaburg entdecken? Hier gehts zum Buch: http://www.amazon.de/Die-Geheimnisse…/…/ref=tmm_pap_title_0…
Ihr wollt mehr über Greg erfahren? Schaut doch mal auf seiner Homepagewww.gregwalters.de vorbei

1 Kommentar:

  1. Tolles Interview!
    Greg ist einfach ein super lieber und sympathischer Typ, und seine Bücher richtige Highlights <3

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